Europa rückt zusammen – Vor- und Nachteile
In grauer Vorzeit reichten einige wenige Reglungen zum internationalen Steuerrecht. Doch je mehr die Welt zusammenrückt, desto unmöglicher wurde es, mit wenigen, einfachen Regeln auszukommen. Folge war ein Wust an Gesetzen und Sonderklauseln, die mit viel Glück gerade mal die Leute verstanden, die sie erlassen hatten. Doch natürlich sind auch die Juristen mit der Zeit gegangen und inzwischen ist internationales Steuerrecht absolut kein Nischenfach mehr. Auch bei Steuerberatern wird es immer üblicher, dass auch eine Beratung zu Fragen nach internationalen Regelungen eine Selbstverständlichkeit sind.
In Europa haben sich in den vergangenen zehn bis 20 Jahren viele Dingen vereinfacht und was vor 10 Jahren noch ein fast unlösbares Unterfangen war, lässt sch heute weitgehend unproblematisch klären. Seinen Arbeitsplatz in einem anderen Land zu haben als seinen ständigen Wohnsitz, zum Beispiel oder einige Jahre im Ausland zu arbeiten ohne dabei seinen Anspruch auf Rente oder Arbeitslosengeld im Heimatland zu verlieren, sind heute für den Laien zwar noch etwas kniffelig, bei guter Beratung, die wie gesagt nicht mehr schwer zu finden ist, aber leicht zu realisierende Vorhaben.
So schön dieses Zusammenrücken innerhalb Europas in vielen Dingen ist – hanebüchene Roaminggebühren wird wohl niemand vermissen – so sind doch auch ein paar kleine Haken versteckt. Wer zum Beispiel in einem unserer Nachbarländer etwas zu fest aufs Gaspedal tritt, der kann sich inzwischen nicht mehr unauffällig ins Heimatland zurück schleichen und so der (nach deutschen Standards häufig unfassbar hohen) Strafe entkommen. Immer mehr Länder Europas schließen Abkommen, nach denen Verlehrsünder auch nach der Rückkehr auf die andere Seite der Grenze noch zur Rechenschaft gezogen werden.
So wird also manches leichter und anderes schwerer…